Beratende Äußerungen

Entstaatlichung und Aufgabenabbau in der Privatwaldberatung (2003)

Entstaatlichung und Aufgabenabbau in der Privatwaldberatung

Der Ministerrat hat am 11.07.1995 eine Reform der Staatsforstverwaltung beschlossen. Von dieser Reform wurde die gesamte Verwaltungsorganisation der kostenlosen staatlichen Privatwaldberatung ausdrücklich ausgenommen. Der ORH geht von jährlichen Aufwendungen für diese Beratung von mindestens 50 Mio € aus und sieht gerade in diesem Bereich noch einen großen Spielraum für Einsparungen und effizientere Strukturen, um einen Beitrag zu dem vom Ministerrat am 08.04.2003 beschlossenen Sanierungsplan zur Entlastung der öffentlichen Haushalte zu leisten.

Als Ergebnis seiner Untersuchung schlägt der ORH vor, die von der Staatsfortsverwaltung kostenkos angebotene forstfachliche Beratung der rd. 700 000 privaten Waldbesitzer auf die 168 bereits vorhandenen und staatlich geförderten Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) zu konzentrieren. Diese vertreten bereits heute rd. 70 % der Privatwaldfläche. Staatliche Berater sollten ausschließlich den FBG (Multiplikatoren) als Ansprechpartner dienen. Dadurch ließen sich mindestens 200 Stellen des gehobenen Dienstes sowie weiteres Personal bei den vier Mittelbehörden und dem Staatsministerium einsparen.