Begrüßung durch die Vizepräsidentin des ORH Frau Susanne Frank

Anlässlich des Festaktes zum Präsidentenwechsel am 30.06.2016 nahm Frau Susanne Frank, Vizepräsidentin des ORH, die Begrüßung vor und leitete den Festakt ein.

Begrüßung durch die Vizepräsidentin des ORH Frau Susanne Frank am 30.06.2016 in der Residenz München.

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

sehr geehrter Herr Präsident Dr. Fischer-Heidlberger,

sehr geehrter Herr Präsident Hillenbrand,

ich freue mich, Sie und die zahlreich anwesenden Gäste heute sehr herzlich im Max-Joseph-Saal begrüßen zu können.

„Der Haushalt muss ausgeglichen sein, die Staatsverschuldung vermindert werden.“ Das sagte vor mehr als zweitausend Jahren Marcus Tullius Cicero.

Man kann nun unterschiedliche Auffassungen vertreten, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Aber Einigkeit besteht ganz gewiss in Folgendem:

„Der Rechnungshof kämpft gemeinsam mit dem Bayerischen Landtag und der Staatsregierung für Generationenverantwortung und solide Finanzen.“

Das waren unlängst Ihre Worte, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Horst Seehofer.

Ihnen noch einmal ein herzliches Willkommen und ein ebenso herzliches Dankeschön für diesen Festakt.

„Eine starke Demokratie und Politik sind nur möglich, wenn alle Institutionen und Kräfte zusammenspielen. Dem Rechnungshof kommt in diesem Konzert eine ganz wichtige Rolle zu; seine Arbeit ist für die Abgeordneten unverzichtbar.“

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm, mit diesem Zitat von Ihnen anlässlich der 200-Jahrfeier des Bayerischen Obersten Rechnungshofes heiße ich Sie herzlich willkommen.

Und Sie fügten hinzu: „Dass dabei gelegentlich Dissonanzen entstehen, sollte nicht beunruhigen.“

Von unserer Seite, Frau Präsidentin, darf ich Ihnen versichern, dass der Rechnungshof auch bei etwaigen Dissonanzen das Budgetrecht des Landtags stärken will.

Die Publizistin Carolin Emcke, die mit dem diesjährigen Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet werden wird, schrieb einmal:

„Wenn die Gründe und Erläuterungen andere nicht überzeugen, dann braucht es bessere, feinere Gründe oder Erläuterungen, die sie, vielleicht, überzeugender machen. Womöglich aber sind auch die Einwände der anderen triftig. Das Misstrauen darf sich schließlich nicht nur gegen andere, sondern ruhig auch einmal gegen sich selbst richten“.

Eine Haltung, die auch einem mit richterlicher Unabhängigkeit ausgestatten Rechnungshof gut ansteht. Eine Haltung auch, die den Rechnungshof mit der Judikative verbindet. Und so begrüße ich sehr herzlich den Präsidenten des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Herrn Bernd Küspert.

Ebenso herzlich willkommen heiße ich:

  • den Bayerischen Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, Herrn Joachim Herrmann,
  • die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Frau Emilia Müller,
  • Seine Königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern,
  • die anwesenden Damen und Herren Abgeordneten aus dem Bayerischen Landtag, namentlich darf ich nennen den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, Herrn Abgeordneten Peter Winter, und seinen Stellvertreter Herrn Abgeordneten Harald Güller.

Mit besonderer Verbundenheit begrüße ich die zahlreiche Vertreter der Rechnungshöfe des Bundes und der Länder aus der gesamten Bundesrepublik; stellvertretend für alle darf ich die Vorsitzende der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Rechnungshöfe des Bundes und der Länder, Frau Professorin Dr. Brigitte Mandt, nennen.

Willkommen heiße ich:

  • die anwesenden Repräsentanten der Kirchen und Religionsgemeinschaften, namentlich darf ich nennen:
  • die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Dr. Charlotte Knobloch und
  • den Bischöflichen Vikar der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland Apostolos Malamoussis.


Mein Gruß gilt den Vertretern der Regierungsbezirke, der Kommunen, der Verbände und Vereinigungen, der Rechtspflege, der Behörden und der Medien.

Ich grüße die Mitglieder des Großen Kollegiums, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes und der Staatlichen Rechnungsprüfungsämter sowie die ehemaligen Präsidenten und bereits im Ruhestand befindlichen Kolleginnen und Kollegen.

Sehr verehrte Damen und Herren, ein herzliches „Grüß Gott“ an Sie alle!

Last but not least darf ich Sie, sehr geehrter Herr Präsident Dr. Fischer-Heidlberger mit Ihrer Familie ebenso wie Sie, sehr geehrter Herr Präsident Hillenbrand mit Ihrer Familie besonders willkommen heißen. Sie beide sind ja heute – die anderen hochgestellten Persönlichkeiten mögen diese Bemerkung verzeihen – die Hauptpersonen.

„Anfangs scheint einem das Anfangen am schwersten“, schrieb die Dichterin Ingeborg Bachmann in ihrer zweiten Frankfurter Poetik-Vorlesung.

Vielleicht auch einem Anfangen wie Sie, Herr Präsident Dr. Fischer-Heidlberger, es nun vor sich haben – jenseits aller Pflichten, die dieses Amt mit sich bringt. Einem Anfangen auch mit allen Freiheiten und Freuden, die ohne dieses Amt sich wohl besser genießen lassen. Ein Bibelvers aus dem Buch der Prediger mag der Illustration dienen: „Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.“

Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Fischer-Heidlberger, im Namen aller Beschäftigten des Geschäftsbereichs des Bayerischen Obersten Rechnungshofes danke ich Ihnen sehr herzlich:

  • Danke für Ihren großen Einsatz im und für diesen Rechnungshof, mit dem Sie dem Rechnungshof zu weiterer Anerkennung verholfen haben.
  • Danke, dass Sie Kurs gehalten haben auch bei Gegenwind.
  • Danke für Ihren Rat und Unterstützung in schwierigen Fragen.


Wir alle wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen.

Ein letztes Mal Carolin Emcke, die sinngemäß schrieb: Wer etwas neu beginnt, kann sich nicht auf sich, die eigene Erfahrung oder früheren Status verlassen. Wer neu anfängt, begibt sich ins Ungewisse, auch Instabile hinein, er muss denken und handeln ohne Geländer. Das kann furchteinflößend wie inspirierend sein.

Sehr geehrter Herr Präsident Hillenbrand,

  • Wir wünschen Ihnen die nötige Inspiration in für Sie neuen und damit möglicherweise ungewissen Situationen.
  • Wir wollen – um im Bild zu bleiben – das Geländer für Sie sein, falls sich mal unwegsames Gelände auftut.
  • Wir freuen uns auf Sie als neuen Präsidenten unseres Rechnungshofes.
  • Kurzum: wir alle heißen Sie herzlich Willkommen bei uns im Bayerischen Obersten Rechnungshof und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.