TNr. 02 Gesamthaushalt
Bereinigt um Kreditaufnahmen/-tilgungen, Rücklagenbewegungen und Verrechnungen standen den Einnahmen von 74.223,0 Mio. € (+5,1 %) Ausgaben von 74.780,7 Mio. € (+5,4 %) gegenüber. Unter Berücksichtigung von haushaltstechnischen Verrechnungen wies der Haushalt einen negativen Finanzierungssaldo von 558,1 Mio. € aus.
2.1 Einnahmen und Ausgaben
Eine Bewertung der Einnahmen und der Ausgaben erfolgt anhand der bereinigten Einnahmen und Ausgaben. Hierfür werden nach dem sog. bundeseinheitlichen Berechnungsschema bei den Ist-Einnahmen und Ist-Ausgaben die Kreditaufnahmen und
-tilgungen, die Zuführungen und Entnahmen aus Rücklagen sowie die haushaltstechnischen Verrechnungen abgezogen.[1]
Die bereinigten Ist-Einnahmen stiegen 2024 um 3,6 auf 74,2 Mrd. € (+5,1 %). Grund hierfür waren insbesondere die höheren Steuereinnahmen. Die bereinigten Ist-Ausgaben stiegen um 3,8 auf 74,8 Mrd. € (+5,4 %); dies war überwiegend auf die gestiegenen Ausgaben für Personal und Investitionen zurückzuführen.
Auf die einzelnen Veränderungen bei den Einnahmen und Ausgaben wird in den TNrn. 3 bis 11 näher eingegangen.
2.2 Finanzierungssaldo
Der Finanzierungssaldo ergibt sich aus der Gegenüberstellung der bereinigten Einnahmen und Ausgaben zuzüglich des Saldos der haushaltstechnischen Verrechnungen von
-0,4 Mio. €. Er zeigt, wie sich die Haushaltslage entwickelt hat, und macht deutlich, inwieweit ein Haushalt ohne Kreditaufnahmen und Entnahmen aus Rücklagen auskommt.
Der für 2024 geplante Finanzierungssaldo (Soll) verbesserte sich im Haushaltsvollzug um 1.329,6 Mio. € auf einen Finanzierungssaldo (Ist) von -558,1 Mio. €. Ursache hierfür waren insbesondere die gegenüber dem Haushaltsplan deutlich höheren Steuereinnahmen, höhere Zuweisungen und Zuschüsse (vgl. Tabelle 2 HGr. 2 und OGr. 33 und 34), insbesondere vom Bund sowie höhere Verwaltungseinnahmen und Einnahmen aus dem Schuldendienst.
[1] Vgl. Tabelle 2, Ist-Beträge der OGr. 32, 35, 38, 91 und 98.
